Krav Maga Wien
Gedanken zu Straßenbewusstsein und dem Umgang mit Situationen
Krav Maga und Selbstverteidigung drehen sich nicht nur um die Fähigkeit, einen Angriff abzuwehren. Während die Fähigkeit, uns selbst zu verteidigen, im Mittelpunkt unseres Trainings steht, umfassen Krav Maga und Selbstverteidigung auch eine weitere wichtige Dimension: Situationsbewusstsein.
Dieser kurze Artikel wurde geschrieben, um dir eine weitere Ebene des Umgangs mit Situationen im öffentlichen Raum zu vermitteln. Er erhebt nicht den Anspruch, die große Vielfalt an Situationen abzudecken, die entstehen können, sondern soll vielmehr zum Nachdenken anregen.
BKM Krav Maga & Selbstverteidigung | Insights
Vorwort
Krav Maga und Selbstverteidigung bestehen aus zwei wesentlichen Ebenen:
Die erste Ebene ist die praktische Fähigkeit, uns effektiv gegen Aggression, Bedrohungen oder körperliche Übergriffe zu verteidigen. Kampffertigkeiten und die richtige mentale Einstellung stehen im Mittelpunkt von Krav Maga und Selbstverteidigung und werden durch Training und regelmäßiges Üben im Unterricht entwickelt.
Die zweite Ebene besteht aus Verhaltensweisen und mentalen Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten verbessern unsere Vorbereitung, verkürzen unsere Reaktionszeit, helfen uns dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und ermöglichen es uns, unter Druck besser zu handeln. Darüber werden wir in diesem Artikel sprechen.

Allgemeine verhaltensbezogene und mentale Grundprinzipien für einen besseren Umgang mit Situationen im öffentlichen Raum und zur Selbstverteidigung
1. Situationsbewusstsein
Situationsbewusstsein ist ein grundlegender Bestandteil von Krav Maga und Selbstverteidigung. Es ermöglicht dir, deine Umgebung und das, was um dich herum geschieht, besser wahrzunehmen und einzuschätzen. Situationsbewusstsein und die Fähigkeit, mögliche Bedrohungen einzuschätzen, sind entscheidend.
Situationsbewusstsein beginnt bei den kleinen Dingen. Überlege zum Beispiel, bevor du das Haus verlässt, ob deine Kleidung oder deine Schuhe dir ermöglichen, dich frei und bequem zu bewegen. Kleidung zu wählen, die deine Bewegungsfreiheit nicht einschränkt, bedeutet nicht, dass du dich für eine Krisensituation kleiden musst – es geht vielmehr darum, dich im Alltag sicher, selbstbewusst und beweglich zu fühlen. Ebenso hilft dir eine grobe Vorstellung von deiner Route und deinen Möglichkeiten der Fortbewegung dabei, dich entspannt, effizient und mit einem sicheren Gefühl durch die Stadt zu bewegen.
Manchmal ist es unterwegs einfach besser, präsent zu bleiben. Wenn du zum Beispiel völlig in dein Handy vertieft bist, schottest du dich nicht nur von deiner Umgebung ab – du nimmst auch wichtige Signale um dich herum nicht wahr. Wenn du deine Umgebung bewusst wahrnimmst, kannst du alltägliche Gefahren besser erkennen, die Stimmung und Dynamik um dich herum einschätzen und ganz natürlich bessere Entscheidungen treffen.
Sei dir deiner Umgebung bewusst und nimm Veränderungen in deiner Umgebung beiläufig wahr. Von Zeit zu Zeit hilft es, einen kurzen mentalen Check durchzuführen: Achte auf die Entfernung zwischen dir und den vorbeigehenden Personen, achte auf deine Positionierung im Verhältnis zu Personen, die hinter dir oder auf dich zugehen, und vertraue darauf, was dir deine Instinkte sagen. Wenn du diese einfachen Aspekte während deiner Bewegung durch die Stadt immer wieder einschätzt, bleibst du mit deiner Umgebung verbunden, ohne unnötigen Stress zu erzeugen.
Es ist auch sinnvoll, in stark frequentierten Bereichen auf ein gutes räumliches Situationsbewusstsein zu achten. Wenn du auf einem vollen U-Bahnsteig wartest oder an einer belebten Kreuzung stehst, halte ganz selbstverständlich einen angemessenen Abstand zwischen dir, der Bahnsteigkante oder der Straße und den Menschen um dich herum. Bei der Gestaltung dieses Abstands geht es nicht darum, mit Problemen zu rechnen – er schützt vielmehr deine persönliche Grenze, verhindert, dass du versehentlich angerempelt wirst, und hält deine Bewegungsmöglichkeiten offen.
Und natürlich solltest du auch auf deine Getränke achten, wenn du unterwegs bist. Wenn du dich in einer belebten, ungewohnten Umgebung aufhältst oder von fremden Menschen umgeben bist, ist es immer am sichersten, dein Getränk nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Wenn du dich kurz entfernen musst und keine vertraute Person hast, die darauf aufpassen kann, ist es einfach eine gute und unkomplizierte Gewohnheit, bei deiner Rückkehr ein neues Getränk zu bestellen.
2. Aufmerksamkeit und Bereitschaft
Aufmerksamkeit und Bereitschaft sind konzeptionelle Aspekte der Selbstverteidigung, die auf mentalem Durchspielen von Situationen beruhen – einen Schritt vorauszudenken, damit du nicht völlig unvorbereitet überrascht wirst. Diese einfachen mentalen Übungen kannst du ganz natürlich durchführen, während du dich durch die Stadt bewegst oder mit Menschen interagierst. Indem du dir grundlegende Handlungsmöglichkeiten im Voraus vorstellst, verbesserst du deine Vorbereitung, verkürzt deine Reaktionszeit und trainierst dein Gehirn, unter Druck ruhig zu bleiben und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wenn beispielsweise eine Situation auf der Straße unvorhersehbar zu werden beginnt, kannst du gedanklich kurz ein mögliches Szenario durchspielen: Wie viel Raum habe ich um mich herum? Wo befindet sich mein nächster Fluchtweg? Wie würde ich Grenzen setzen oder was wäre mein erster Schritt, wenn diese Person konfrontativ werden würde? Wenn du ein Gebäude betrittst, verschaffe dir ebenfalls ganz beiläufig einen Überblick über die räumlichen Gegebenheiten und darüber, wo du dich gegebenenfalls bewegen könntest. Dabei geht es nicht darum, Orte zu meiden oder mit einem Konflikt zu rechnen, sondern dir durch Vertrautheit mit deiner Umgebung einen Vorteil zu verschaffen.
Aufmerksamkeit und Bereitschaft sollten nicht mit Paranoia verwechselt werden. Der Zweck dieser mentalen Übungen besteht nicht darin, davon auszugehen, dass jeder in deiner Umgebung ein potenzieller Angreifer ist oder ständig nach Gefahren zu suchen. Vielmehr geht es darum, eine Gewohnheit zu entwickeln, auf deine Umgebung zu achten und mental vorbereitet zu bleiben. Bewusstsein sollte deine Handlungsmöglichkeiten und dein Selbstvertrauen erhöhen und nicht unnötige Angst oder Unsicherheit erzeugen.
3. Körpersprache
Im Kontext der Selbstverteidigung geht es beim Lesen der Körpersprache darum, nonverbale Signale anhand des Verhaltens einer Person zu erkennen. Dazu gehören Gesichtsausdrücke, Körperhaltung, Körperbewegungen, Augenbewegungen, Gesten, Berührungen und der Umgang mit dem persönlichen Raum. Achte auf die Körpersprache – sowohl auf deine eigene als auch auf die der Person vor dir. Wenn du auf diese Signale achtest, kannst du die Situation besser unter Kontrolle halten, Veränderungen im Verhalten erkennen und eine mögliche Eskalation frühzeitig wahrnehmen.
Um eine mögliche Bedrohung einzuschätzen, achte auf Veränderungen gegenüber dem normalen Verhalten der Person sowie auf andere Verhaltensmerkmale – immer im jeweiligen Kontext betrachtet. Wenn jemand auf dich zukommt, genügt es, dir kurz einige wichtige Bereiche einzuprägen:
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Die Hände: Achte darauf, wo sich die Hände befinden. Sind sie in den Hosentaschen, hinter dem Rücken versteckt oder sind die Fäuste sichtbar geballt?
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Körperhaltung & Anspannung: Achte darauf, ob die Schultern stark hochgezogen oder angespannt sind, die Körpersprache ungewöhnlich steif wirkt oder die Person beim Näherkommen plötzliche Anpassungen vornimmt – etwa die Hose hochzieht, die Ärmel hochkrempelt, einen Hut abnimmt, die Jacke auszieht oder eine andere Bewegung macht, die darauf hindeuten könnte, dass sie sich auf eine körperliche Auseinandersetzung vorbereitet.
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Fokus & kleine Bewegungen: Achte darauf, wohin die Person schaut – vermeidet sie Blickkontakt, scannt sie die Umgebung oder zeigt sie nervöse, beschwichtigende Gesten, wie etwa sich an der Nase zu kratzen?
Dies sind Beispiele für Informationen, die dir – wenn du sie gemeinsam und im jeweiligen Kontext betrachtest – dabei helfen können, die Situation besser einzuschätzen. Anstatt dich auf eine einzelne Geste oder Bewegung zu konzentrieren, achte auf Veränderungen im Verhalten, auf Kombinationen verschiedener Signale und auf den gesamten Kontext. Dies kann dir helfen zu erkennen, wann eine Situation möglicherweise eskaliert, und bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wie du reagieren solltest.
4. Positionierung
Positionierung ist ein entscheidender Bestandteil von effektivem Krav Maga und effektiver Selbstverteidigung. Indem du deine Winkel und deine Distanz vorausschauend kontrollierst, schaffst du dir bessere strategische Handlungsmöglichkeiten und vermeidest es, auf kurze Distanz aus einer ungünstigen Position heraus reagieren zu müssen. Eine funktionale Distanz zu einer unberechenbaren Person gibt dir mehr Zeit, die Situation einzuschätzen, zu deeskalieren oder gegebenenfalls zu reagieren.
In der Praxis basiert eine effektive Positionierung auf einer Kombination aus Fußarbeit, Körperhaltung, Frame sowie passiven und grundlegenden Stellungen. All diese grundlegenden Fähigkeiten werden im Rahmen unseres Krav-Maga- und Selbstverteidigungstrainings in Wien erlernt und trainiert.
5. Kontrolliere deine Angst – Mach sie zu deiner Stärke
Angst ist ein sehr persönliches Gefühl, und jeder Mensch erlebt und geht anders mit ihr um. Mit deinem Fortschritt im Training wird sich dein Verhältnis zur Angst ganz natürlich verändern. Du wirst Vertrauen in deine Fähigkeiten, deine Instinkte und deine Fähigkeit entwickeln, mit Situationen unter hohem Stress umzugehen.
Denke daran: Es ist völlig normal, Angst zu haben. Entscheidend ist, zu lernen, deine Angst nicht deine Handlungen bestimmen zu lassen, wenn du mit einer schwierigen oder unberechenbaren Situation konfrontiert bist. Wenn du richtig mit ihr umgehst, kann deine Angst zu deiner Stärke werden – sie kann deine Sinne schärfen, deine Kraft steigern und deine Reaktionszeit verkürzen. Wenn du sie jedoch nicht kontrollierst, kann sie zu einem Hindernis werden, das deine Entscheidungsfähigkeit lähmt. Krav Maga lehrt dich, diesen Adrenalinschub zu nutzen, damit er dich vorantreibt, anstatt dich zurückzuhalten.
6. Vertraue dir selbst und deinen Instinkten
Wenn es um deine persönliche Sicherheit geht, sind deine eigenen Instinkte dein wertvollstes Werkzeug. Je mehr du deiner Intuition vertraust, desto sicherer wirst du darin, zu erkennen, wann eine Situation genauer betrachtet werden sollte. Dein Unterbewusstsein verarbeitet ständig subtile Signale aus deiner Umgebung – etwa Veränderungen in Geräuschen, Bewegungsmuster oder die Dynamik zwischen Menschen – lange bevor dir bewusst wird, was genau deine Aufmerksamkeit erregt hat.
Deinen Instinkten zu vertrauen bedeutet nicht, jedes Mal davon auszugehen, dass etwas nicht stimmt, wenn du dich ein wenig unwohl fühlst. Es bedeutet auch nicht, in einem Zustand ständiger Wachsamkeit zu leben. Vielmehr geht es darum, wahrzunehmen, was dir dein Bauchgefühl sagt, und dir selbst zu erlauben, die Situation ruhig einzuschätzen. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, nimm dir einfach einen kurzen Moment Zeit, dich umzusehen, deine Umgebung einzuschätzen und zu entscheiden, wie du am besten weiter vorgehst.
7. Kein Ego
Manchmal ist es weitaus besser, klug zu handeln, als recht zu haben. Wenn eine körperliche Auseinandersetzung durch Deeskalation, das Setzen von Grenzen oder einfach durch Weggehen sicher vermieden werden kann, solltest du immer diesen Weg wählen. Körperliche Gewalt ist ausschließlich das letzte Mittel. Wenn du in einem Notfall jedoch keine andere Möglichkeit hast, kannst du dich und deine Angehörigen entschlossen schützen, wenn du körperlich und mental darauf vorbereitet bist. Beim Training geht es nicht darum, einen Kampf zu suchen – es geht darum, die Fähigkeit zu haben, einen solchen schnell zu beenden, wenn du dazu gezwungen bist.
Hier sind zwei Beispiele für Situationen, in denen wir versuchen werden, die oben genannten Prinzipien anzuwenden.
Fall I:
Jemand nähert sich dir mit unklaren Absichten.

Eine einfache Interaktion oder ein verbaler Streit auf der Straße kann sich manchmal unvorhersehbar entwickeln. In manchen Fällen versucht eine Person, durch ein scheinbar zwangloses Gespräch, eine Entschuldigung oder indem sie sich wiederholt in deinen persönlichen Abstand hinein- und herausbewegt, dich abzulenken und dabei den körperlichen Abstand zu dir zu verringern. Wenn du solche Muster und diese Dynamik erkennst, kannst du dich ruhig auf deine Reaktion vorbereiten. Ein ruhiges und souveränes Auftreten vermittelt natürliche Sicherheit und signalisiert, dass du aufmerksam, wachsam und präsent bist.
Deine erste Priorität ist es, den Abstand zu kontrollieren. Lass die Person nicht in deine persönliche Distanz eindringen. Achte darauf, dass du nicht umzingelt wirst. Konzentriere dich auf die Person vor dir, bleibe aber gleichzeitig aufmerksam für das, was um dich herum passiert. Scanne deine Umgebung kurz und versuche, eine 360-Grad-Wahrnehmung aufrechtzuerhalten.
Ein funktioneller Abstand gibt dir die nötige Zeit und Sicherheit, um die Situation effektiv einzuschätzen. Diese Distanz kannst du durch eine passive Grundstellung, einen funktionellen Frame und dezente Fußarbeit herstellen und aufrechterhalten. Achte darauf, wo sich die Hände der anderen Person befinden, und bleibe aufmerksam, was als Nächstes passieren könnte. Wenn du ihre Hände nicht sehen kannst, solltest du dies als mögliches Warnsignal betrachten und besonders aufmerksam bleiben.
Sobald du den richtigen Abstand hergestellt hast, halte selbstbewussten Blickkontakt – ohne daraus einen aggressiven Starrwettbewerb zu machen. Dies ist ein entscheidender Moment: Dein Ziel ist es, die Situation gewaltfrei zu deeskalieren und gleichzeitig einzuschätzen, in welche Richtung sie sich entwickelt. Eine klare Kommunikation kann viele Missverständnisse entschärfen. Gleichzeitig ist es wichtig, realistisch zu bleiben: Wenn die andere Person überhaupt nicht auf deine Worte reagiert, musst du bereit sein zu handeln. Sei bestimmt, ohne konfrontativ zu wirken. Oft sind deine sichtbare Bereitschaft und deine klar gesetzten Grenzen genau das, was verhindert, dass eine Situation weiter eskaliert.
Selbstbewusste Kommunikation
Bevor es zu einem körperlichen Konflikt kommt, setze deine Stimme als Mittel ein, um klare und eindeutige Grenzen zu setzen:
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Klare Ansagen: Verwende direkte und unmissverständliche Formulierungen wie „Geh zurück!“, „Nein!“ oder „Geh einen Schritt zurück!“ in einem festen, lauten und ruhigen Ton.
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Offene Handhaltung: Halte deine Hände in einer natürlichen Position mit geöffneten Handflächen. Dies signalisiert der Person sichtbar, dass sie stehen bleiben soll, und schafft gleichzeitig eine körperliche Barriere, ohne die Spannung weiter zu erhöhen oder gegenüber Umstehenden aggressiv zu wirken.
Fall II: Du gehst nachts alleine und bemerkst, dass jemand hinter dir geht

Alleine in der Nacht unterwegs zu sein bedeutet nicht, dass die Person hinter dir eine Gefahr darstellt. Wenn du jedoch mit deiner Umgebung verbunden bleibst, kannst du deine Umgebung selbstbewusst im Blick behalten und dich problemlos anpassen, wenn sich eine Situation verändert.
Deine Sinne frei und ungehindert zu halten, ist eine gute Grundlage. Wenn du dich in schlecht beleuchteten Bereichen bewegst, versuche, Ablenkungen durch dein Handy oder sehr intensive Musik zu vermeiden. Wenn du aufgrund des Wetters eine Kapuze trägst, achte einfach darauf, dass sie dein peripheres Sichtfeld nicht einschränkt. Eine gute und entspannte Möglichkeit, Informationen zu sammeln, besteht darin, deine Umgebung zu nutzen – Spiegelungen in Autofenstern oder Schaufenstern können dir leicht zeigen, was hinter dir passiert. Selbst ein beiläufiger Blick zur Seite – ein kurzer, beiläufiger Blick über die Schulter – kann bereits ausreichen.
Tu dies immer auf eine beiläufige Art und Weise. Anstatt deinen Kopf vollständig nach hinten zu drehen – was Unsicherheit ausstrahlen oder unbeabsichtigt eine Interaktion hervorrufen kann – drehe deinen Kopf einfach leicht zur Seite, als würdest du auf etwas Interessantes auf der anderen Straßenseite schauen. So kannst du auf natürliche Weise über deine Schulter blicken und feststellen, welchen Abstand und welche Position eine Person hinter dir hat.
Wenn du einfach dein Sicherheitsgefühl wiederherstellen oder mehr Abstand schaffen möchtest:
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Option A (Wenn die Person noch Abstand hält): Wechsle beiläufig auf die andere Straßenseite. Bewege dich in Richtung gut beleuchteter und belebter Bereiche, in denen du möglichst viel Bewegungsfreiheit hast und deine Optionen vollständig offenhalten kannst.
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Option B (Wenn die Person den Abstand verringert): Gehe einfach beiläufig bei einem Geschäft oder in einem offenen Bereich zur Seite, bleibe kurz stehen und lass die Person an dir vorbeigehen. Du kannst dabei eine entspannte, passive Haltung beibehalten. Dadurch nimmst du unmittelbar den Druck aus der Situation, stellst deine persönliche Grenze wieder her und hast wieder die vollständige Kontrolle über deine Positionierung.
Situationsbewusstsein & proaktive Gewohnheiten
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Beobachte deine Umgebung: Halte den Kopf oben und behalte deine Umgebung visuell im Blick, wenn du dich durch Bereiche wie Parkhäuser, ruhige Seitenstraßen oder Treppenhäuser bewegst.
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Achte auf Verhaltenssignale: Trainiere dich darin, objektive Veränderungen in deiner Umgebung wahrzunehmen, zum Beispiel wenn jemand sein Tempo auffällig an deines anpasst, versucht, den Abstand schnell zu verringern, oder plötzlich seinen Winkel verändert.
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Vertraue deinen Instinkten: Wenn sich eine Umgebung oder eine bestimmte Situation ungewöhnlich anfühlt, erlaube dir ausdrücklich, deine Route zu ändern, ein öffentlich zugängliches Geschäft oder Lokal zu betreten oder dich in Richtung einer belebteren Straße zu bewegen.
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